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Stockrosen: So gelingt die Pflege der prächtigen Blütenstauden

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Stockrosen: So gelingt die Pflege der prächtigen Blütenstauden

Das Wichtigste in Kürze

Sind Stockrosen winterhart?

Ja, Stockrosen sind winterhart. Mehr dazu liest Du hier…

Ist eine Stockrose ein- oder mehrjährig?

Stockrosen sind in der Regel zweijährig. Mehr dazu liest Du hier…

Ist es gut, verblühte Stockrosen abzuschneiden?

Ja, es ist tatsächlich gut, verblühte Stockrosen abzuschneiden. Es hilft, die Pflanze zu verjüngen und die Samenbildung zu verhindern.

Stockrosen sind echt beeindruckend in jedem Garten. Mit ihren hohen Stielen und den großen, farbenfrohen Blüten zaubern sie eine romantische und ländliche Atmosphäre. Aber wie pflegt man diese imposanten Pflanzen richtig?

In diesem Blogbeitrag erfährst Du alles, was Du über Stockrosen wissen musst: von der Aussaat über den idealen Standort und die richtige Düngung bis hin zu möglichen Krankheiten und Schädlingen.

Außerdem geben wir Dir einige nützliche Tipps zur Vermehrung und Überwinterung Deiner Stockrosen.

Was sind Stockrosen?

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Farbenfrohe Stockrosen erfreuen im Sommer zahlreiche Gartenliebhaber.

Stockrosen – oder Alcea – gehören zur Familie der Malvengewächse und stammen ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Sie sind schon lange in Europa und Asien verbreitet und werden als Nutz- und Zierpflanzen geschätzt.

Die bekannteste ihrer Art ist die gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea), die auch als Stockmalve oder Bauernrose bezeichnet wird. Sie ist eine zweijährige oder kurzlebige Staude, die im ersten Jahr eine Blattrosette bildet und im darauffolgenden einen bis zu zwei Meter hohen Blütenstiel entwickelt.

Die Blüten sind meist einfach oder gefüllt und können in vielen verschiedenen Farben von Weiß über Gelb, Rosa, Rot bis hin zu Violett und Schwarz erstrahlen. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juli bis September.

Tipp: Einfach blühende Sorten gelten als robuster als gefüllte Stockrosen.

Wie säst Du Stockrosen aus?

Stockrosen lassen sich leicht aus Samen vermehren. Letztere kannst Du entweder direkt im Garten oder in Töpfen auf der Fensterbank aussäen. Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr oder Herbst.

Die Samen sollten etwa einen Zentimeter tief in die Erde gedrückt werden und einen Abstand von ca. 50 Zentimetern zueinander haben. Die Erde hältst Du am besten feucht, jedoch nicht zu nass. Die Keimung erfolgt in etwa zwei bis drei Wochen.

Hinweis: Wenn Du Stockrosen im Herbst aussäst, solltest Du sie mit einer Schicht Laub oder Reisig vor Frost schützen.

Welcher Standort ist für Stockrosen geeignet?

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Die bekannteste und beliebteste Art der Stockrosen ist die Alcea rosea.

Stockrosen bevorzugen einen sonnigen, warmen und windgeschützten Standort im Garten. Sie eignen sich besonders gut für Beete, Rabatten oder als Sichtschutz entlang von Zäunen oder Mauern.

Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und nicht zu trocken sein. Zu feuchte Böden können zu Wurzelfäule führen, während zu saure Böden durch Kalkneutralisation angepasst werden können.

Wie düngst Du Stockrosen?

Bei Stockrosen handelt es sich um sogenannte Starkzehrer. Das heißt, sie benötigen reichlich Nährstoffe für ihr Wachstum und ihre Blüte. Aus diesem Grund solltest Du sie regelmäßig mit organischen Düngemitteln wie Kompost, Hornspänen oder Brennnesseljauche versorgen.

Eine Düngung im Frühjahr unterstützt die Bildung der Blattrosette, während sie im Sommer die Bildung der Blütenstiele fördert. Im Herbst ist hingegen keine zusätzliche Düngung notwendig, da die Pflanzen dann in die Ruhephase übergehen.

Wie gießt Du Stockrosen?

Die Alcea mag es weder zu trocken noch zu nass. Daher solltest Du sie zwar regelmäßig, jedoch nur mäßig wässern. Um Verdunstungsverluste zu minimieren, gießt Du sie am besten morgens oder abends.

Achte dabei besonders darauf, dass das Wasser nicht auf ihre Blätter oder Blüten gelangt, da dies Pilzbefall verursachen kann. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Stroh hilft dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken.

Wie schneidest Du Stockrosen?

Um Blühen zu können müssten Stockrosen theoretisch nicht geschnitten werden. Dennoch kann ein Rückschnitt nach der Blüte sinnvoll sein, um die Pflanzen zu verjüngen und die Samenbildung zu verhindern.

Dazu schneidest Du die Blütenstiele auf ca. 20 Zentimeter über dem Boden ab. Die Blattrosette sollte stehen bleiben, da sie Schutz und Nährstoffe für die Pflanze bietet. Im Frühjahr kannst Du dann die alten Blätter entfernen und Deine Pflanze mit frischer Erde anhäufeln.

Wie überwinterst Du Stockrosen?

Stockrosen sind mäßig winterhart und vertragen Temperaturen bis zu minus 15 Grad Celsius. Dennoch reagieren sie empfindlich gegenüber Staunässe und Schneelast.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, sie im Herbst mit einer Schicht Laub oder Reisig abzudecken, um sie vor Frost und Feuchtigkeit zu schützen. Stelle sicher, dass keine Schneemassen auf den Pflanzen liegenbleiben, da diese die Stiele brechen oder die Blattrosette zerdrücken können.

Welche Krankheiten können Stockrosen befallen?

Leider sind Stockrosen recht anfällig für einige Krankheiten und Schädlinge, die ihre Schönheit beeinträchtigen können. Die häufigsten Probleme bei ihrer Haltung und Pflege findest Du hier:

Malvenrost

Hierbei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die sich durch orange-braune Pusteln auf der Blattunterseite zeigt. Die Blätter werden gelb und fallen ab, auch die Blüten können betroffen sein. Diese Krankheit breitet sich besonders bei feuchtem Wetter aus und kann die Pflanze stark schwächen.

Um Malvenrost vorzubeugen, solltest Du Stockrosen an einem luftigen Standort pflanzen, nicht zu dicht säen oder pflanzen, nicht von oben gießen und befallene Blätter und Blüten stets entfernen und entsorgen.

Tipp: Zusätzlich kannst Du die befallenen Pflanzen mit einem Fungizid behandeln.

Grauschimmel

Dies ist ebenfalls eine Pilzkrankheit, zu erkennen an grauen, pelzigen Belägen auf Blättern, Stielen und Blüten. Die betroffenen Teile werden weich und faulig. Die Krankheit breitet sich bei feuchtem und kühlem Klima aus und kann die Pflanze zum Absterben bringen.

Um gegen Grauschimmel vorzugehen, solltest Du Stockrosen an einem sonnigen Standort pflanzen, nicht zu dicht säen oder pflanzen, nicht von oben gießen und befallene Teile entfernen und entsorgen. Auch hier kann eine Behandlung mit einem Fungizid hilfreich sein.

Läuse

Diese kleinen saugenden Insekten heften sich vor allem an junge Triebe und Knospen der Stockrosen. Sie verursachen Verformungen, Wachstumsstörungen und Honigtau-Ausscheidungen, die wiederum Pilze anlocken können. Läuse können auch Viren übertragen, die zu Mosaik- oder Ringfleckenmustern auf den Blättern führen.

Um Läuse zu bekämpfen, solltest Du die Pflanzen regelmäßig auf Befall überprüfen und bei Bedarf mit einem Insektizid oder einem Hausmittel wie Schmierseifenlösung oder Brennnesseljauche besprühen.

Zusätzliche Information: Du kannst auch nützliche Insekten wie Marienkäfer oder Florfliegen fördern, die sich von den Läusen ernähren.

Dickmaulrüssler

Diese kleinen, schwarzen Käfer ernähren sich nachts von den Rändern der Stockrosenblätter. Sie hinterlassen typische halbmondförmige Fraßspuren. Die Larven leben im Boden und fressen an den Wurzeln der Pflanzen, was zu Welken oder Absterben führen kann.

Um gegen Dickmaulrüssler vorzugehen, solltest Du die Käfer nachts absammeln oder mit einem Leimring am Stängel fangen. Du kannst zudem den Boden mit einem Nematoden-Präparat behandeln, welches die Larven abtötet.

Stockrosen sind wunderschöne Blütenstauden für Deinen Garten

Stockrosen sind absolute Hingucker, die mit ihrer Größe und Farbenvielfalt jeden Betrachter bezaubern. Sie sind nicht nur dekorativ, sondern auch nützlich, da sie Bienen, Schmetterlingen und zahlreichen weiteren Insekten Nahrung bieten.

Mit einigen Tipps und Tricks kannst Du Stockrosen erfolgreich aussäen, pflegen, vermehren und überwintern. Obwohl sie anfällig für einige Krankheiten und Schädlinge sind, kannst Du diese mit präventiven Maßnahmen oder geeigneten Mitteln erfolgreich bekämpfen.

Stockrosen sind ein Must-Have für jeden Gartenfreund und werden mit Sicherheit bald auch Dein Zuhause schmücken!

Quellen