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Rosen schneiden für Anfänger: Deine Anleitung

rosen schneiden

Rosen schneiden für Anfänger: Deine Anleitung

Das Wichtigste in Kürze

Sollte ich Rosen im Herbst schneiden?

Ja, aber nur leicht, um die Triebe zu kürzen und die Veredelungsstelle freizulegen. Mehr dazu hier.

Wie schneidet man Rosen korrekt?

Man schneidet immer 5 mm über einem Auge und leicht schräg ab. Weitere Infos hier.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Rosen zu schneiden?

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Erfahre hier mehr.

Rosen zu schneiden ist ganz einfach – und mit wenigen Handgriffen gemacht. Was Du dabei beachten solltest, erklärt Dir dieser Beitrag – Schritt für Schritt wird Dir gezeigt, wie Du Deine Rosen korrekt schneiden solltest. Worauf wartest Du noch?

Der ideale Rosenschnitt ist zeitlich begrenzt

Schönheit, die der richtigen Pflege bedarft: Rosen müssen regelmäßig geschnitten werden.

Rosen sind wunderschöne Blumen, an denen man sich mit etwas Pflege und Aufmerksamkeit lange erfreuen kann. Ein wichtiger Aspekt der Rosenpflege ist deshalb der richtige Schnitt, der je nach Rosensorte und Jahreszeit variiert. Wie kannst Du Deine Rosen richtig schneiden, damit sie gesund bleiben und üppig blühen?

Erst einmal hat das Schneiden von Rosen mehrere Vorteile: Er fördert das Wachstum neuer Triebe, beugt Krankheiten und Schädlingen vor, verbessert die Form und Blütenfülle der Pflanze und verlängert ihre Lebensdauer. Außerdem kann durch den Schnitt die Blütezeit der Rosen beeinflusst und verlängert werden. Wann genau sollte man Rosen aber idealerweise schneiden?

Der richtige Zeitpunkt

Die wichtigste Zeit für den Rosenschnitt ist das Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Das ist in der Regel Ende März bis Anfang April. Dann schneidest Du Deine Rosen zurück, um sie auf die neue Gartensaison vorzubereiten.

Kann man seine Rosen auch zu anderen Jahreszeiten kürzen – zum Beispiel im Sommer oder Herbst? Nun.

Im Sommer kannst Du Deine Rosen ausputzen, indem Du die verwelkten Blüten entfernst. Das fördert die Bildung neuer Knospen und verlängert die Blütezeit. Dazu schneidest Du den Trieb unterhalb der alten Blüte kurz über dem nächsten fünfblättrigen Blatt ab.

Ob ein Rückschnitt im Herbst notwendig ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Rosensorte, dem Zustand der Pflanze, dem Winterschutz und dem gewünschten Blütezeitpunkt ab.

Im Allgemeinen ist ein starker Rückschnitt im Herbst nicht notwendig und kann sogar schädlich sein, da die Rosen dadurch frostempfindlicher werden. Ein leichter Rückschnitt hingegen kann sinnvoll sein, um die Rosen vor Krankheiten zu schützen, die Strauchbasis freizulegen oder die Triebe zu kürzen.

Rosen schneiden – im Einzelnen erklärt

Entscheidest Du Dich letztlich dazu, Deine Rosen zu schneiden, kannst Du wie folgt vorgehen:

  • Entferne zuerst alle abgestorbenen, erfrorenen und kranken Triebe bis ins gesunde Holz.
  • Schneide immer 5 mm über einem Auge (das heißt, einer Knospe) und leicht schräg ab, damit die Wunde schnell verheilt.
  • Schwache Triebe sind stärker zurückzuschneiden als starke, um das Wachstum anzuregen.
  • Schneide die oberen Augen der Triebe ab, da diese am stärksten austreiben.
  • Benutze eine scharfe und saubere Rosenschere, um die Rose nicht zu verletzen.

Je nach Rosensorte gibt es noch einige Besonderheiten zu beachten. Zum Beispiel brauchen Wildrosen fast keinen Schnitt. Sie können alle paar Jahre ausgelichtet werden, indem einige alte Triebe bis zum Boden entfernt werden.

Strauchrosen werden im Frühjahr auf ein Drittel bis die Hälfte ihrer Höhe zurückgeschnitten. Dabei lässt man drei bis fünf starke Triebe stehen und entfernt alle schwachen und kreuzenden Zweige.

Wann welche Rosen wie geschnitten werden, ist von der Rosenart abhängig.

Ähnlich wie Strauchrosen werden Stammrosen geschnitten, nur dass die Krone auf etwa 15 bis 20 cm Durchmesser zurückgeschnitten wird.

Achtung: Dabei ist auf eine gleichmäßige Kronenform zu achten.

Im Vergleich: Beetrosen dagegen werden im Frühjahr auf eine Höhe von 15 bis 20 cm zurückgeschnitten. Dabei entfernt man alle alten und dünnen Triebe und lässt nur die jungen und kräftigen stehen.

Schließlich gibt es noch Kletterrosen. Diese werden im Frühjahr nur leicht ausgelichtet, indem alte und kranke Triebe entfernt werden. Die Haupttriebe lässt man so lang wie möglich wachsen. Die Seitentriebe schneidet man auf zwei bis drei Augen zurück.

Tipp: Willst Du mehr über dieses Thema erfahren, kannst Du Dir auch einige Videos anschauen, die Dir Schritt für Schritt zeigen, wie man Rosen schneidet.

Wie oft ist oft genug?

Die Häufigkeit des Rosenschnitts hängt von der Rosensorte und der Jahreszeit ab. Als Faustregel gelten folgende Regeln:

Häufig blühende Rosen (wie Beetrosen, Edelrosen oder Kletterrosen) sollten bestenfalls im Frühjahr (Ende März bis Anfang April) und im Sommer (nach der Blüte) geschnitten werden.

Nur einmal blühende Rosen (wie Wildrosen, historische Rosen oder Ramblerrosen) schneidest Du idealerweise nur im Sommer (nach der Blüte).

Strauchrosen sollten alle drei bis vier Jahre im Frühjahr ausgelichtet werden, indem überalterte Triebe entfernt werden.

Hinweis: Ein starker Rückschnitt ist hierbei nicht notwendig, da diese Rosen eine natürliche Wuchsform haben.

Schaffe Dir die richtigen Utensilien an

Um Deine Rosen richtig zu schneiden, brauchst Du folgende Werkzeuge:

Eine scharfe, saubere Gartenschere, die gut in der Hand liegt. Eine spezielle Rosenschere ist nicht unbedingt notwendig, man sollte aber darauf achten, dass die Schere nicht quetscht oder reißt.

Tipp: Ein empfehlenswertes Modell kannst Du bei der Firma Felco kaufen.

Darüber hinaus kann eine kleine Säge helfen, um dicke oder alte Triebe zu entfernen. Sie sollte eine feine Zahnung haben, zum Beispiel eine japanische Zahnung.

Weiterhin benötigst Du eine Leiter. Die Leiter sollte stabil und sicher sein und Dir einen guten Zugang zu den Trieben ermöglichen.

Hinweis: Du solltest immer vorsichtig sein, solltest Du auf einer Leiter arbeiten.

Gartenhandschuhe, die stichfest sind und die Hände vor Dornen schützen, sind ebenfalls von Vorteil.

  • Am besten sind Handschuhe aus Leder oder mit einer speziellen Beschichtung.
  • Du kannst auch Stulpenhandschuhe benutzen, die Deine Arme bedecken.

Gleiches gilt für die feste Kleidung, die Dich vor Verletzungen schützen sollte. Du solltest lange Ärmel und Hosen tragen, die nicht zu eng sind. Außerdem sind Schutzbrille zu empfehlen, um Deine Augen vor herabfallenden Ästen oder Splittern zu schützen.

Optional sind Knieschoner oder Kniekissen, solltest Du viel am Boden arbeiten. Das kann Deine Knie schonen und Dir mehr Komfort bieten.

Harter vs. weicher Schnitt

Der Unterschied zwischen einem harten und weichen Schnitt beim Schneiden von Rosen ist, dass bei einem harten Schnitt ein Trieb direkt über einem Auge abgeschnitten wird, während bei einem weichen Schnitt ein Trieb nur leicht gekürzt wird. Dadurch fördert ein harter Schnitt das Wachstum und die Blütenbildung der Rose – ein weicher schützt die Rose vor dem Winter.

Ein harter Schnitt wird meist im Frühjahr durchgeführt, wenn die Forsythien blühen. Dabei werden die Triebe auf 15 bis 20 cm Höhe zurückgeschnitten, je nach Rosensorte.

Dem gegenüber führt man einen weichen Schnitt meist im Herbst durch, um die Triebe zu kürzen und die Veredelungsstelle freizulegen. Dabei werden die Triebe höchstens um ein Drittel ihrer Länge zurückgeschnitten. Ein zu kurzer Schnitt kann die Rose anfälliger für Frostschäden machen.

In wenigen Momenten zum perfekten Rosenschnitt

Rosen zu schneiden gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen, die das Wachstum, die Gesundheit und die Blütenfülle der Pflanzen fördern. Je nach Rosensorte und Jahreszeit gibt es verschiedene Schnittmethoden, die Du beachten solltest:

Im Frühjahr schneidest Du Deine Rosen zurück, um sie auf die neue Gartensaison vorzubereiten. Ist es Sommer, entfernst Du die verblühten Blüten, um die Blütezeit zu verlängern. Schließlich schneidest Du im Herbst Deine Rosen leicht zurück, um sie vor dem Winter zu schützen. Mit diesen Tipps kannst Du Deine Rosen richtig schneiden und ihnen zu einer üppigen Blüte verhelfen.

Quellen